… oder auch “Trotz guten Winnings plagen Apeshit Selbstzweifel”.

Irgendwie bin ich grade in Blogginglaune.  Das muss ich gleich nutzen und noch einen draufsetzen.  Macht irgendwie mehr Spaß als ursprünglich angenommen.

Tja, worum geht’s?
Im Grunde genommen bin ich mit der Entwicklung meines Pokerspiels zufrieden.  Zu Beginn des Jahres hab ich mich endlich durchgerungen, auf SH umzusteigen und bin von NL20/NL25 auf NL100 aufgestiegen.  Gut, lieber wärs mir, wenn ich schon Winning NL400+ Reg wär, aber lassen wir die Kirche im Dorf. Da ich nur ein recht schmales Zeitfenster, in dem ich grinden kann, zur Verfügung habe, muss ich halt irgendwo Abstriche machen.

Derzeit fahre ich recht schöne Winnings ein und denke, dass mir derzeit weniger mein Spiel (klar hab ich noch massig Leaks, aber das soll nicht das Thema sein) als vielmehr die Pokerpsyche die größten Probleme bereitet.
Wenn ich mir so manches Video ansehe oder einer spannenden Forendiskussion beiwohne und höre/lese, wie die Coaches das Spiel auf theoretischer Ebene regelrecht auseinandernehmen, denke ich mir oft “ZOMG, und was hast Du von dem, worüber die da reden, genau drauf?” Da werden Überlegungen angestellt, die meinen kleinen Pokerhorizont schon ab der ersten Silbe überfordern. Ich hätte eine Roll zur Verfügung, mit der ich recht komfortabel NL200 spielen könnte, aber alleine bei dem Gedanken, krampfts mir alles zusammen. Wenn ich mir ein Video ansehe, indem ein Coach auf NL200 dieses und jenes in Betracht zieht und dann zum Schluss kommt, dass genau DER Move am profitabelsten ist, frag ich mich insgeheim: “Wie lange würdest Du wohl auf dem Limit überleben, bevor sie Dich zerlegen?”

Wie der Titel schon sagt: Je mehr ich lerne, desto mehr komme ich drauf, dass ich nix kann bzw. von nix eine wirkliche Ahnung im Poker hab oder immer weniger verstehe. Und gleich danach stell ich mir die Frage, ob meine Winnings nur das Resultat glücklicher Umstände sind und wieviel davon wirklich mit Skill zu tun hat/hatte. Bald wartet NL200 auf mich, gleichzeitig nimmt langsam aber sicher die Fischdichte ab und man muss sich mit soliden/guten Regs auseinandersetzen. Und da fangen dann wieder die Zweifel an. Ich mein, Fische kann jeder auseinandernehmen, ebenso Regs wenn sie mit ihren KK in unsere AA laufen oder sie ihr Overpair gg. unser Set shippen:  Sprich, Setups und Cooler. Aber was ist, wenns darum geht, sie auszuspielen? Es heißt ja immer, dass es immer einen Fisch am Tisch gibt und wenn man keinen findet, dass man selbst dieser Fisch sei. Und irgendwie plagt mich da die “Angst”, dass ich das wohl schon immer war bzw. bald sowieso sein werde.

Es grüßt,
der Apeshit