Ich dürfte es in den letzten Monaten (ab Mitte November herum) pokertechnisch übertrieben haben. Vor allem ab dem Zeitpunkt, als die Form- bzw. die Gewinnkurve immer weiter bergab ging. Was macht jemand wie ich, der nicht verlieren kann? Versuchen, so schnell wie nur möglich wieder zu gewinnen. Also wurde eine Mördersession nach der anderen eingelegt. Gebracht hats letztendlich recht wenig, außer, dass mir das Spiel ab Mitte Jänner nur mehr auf den Nerv ging und ich mich schon dazu zwingen musste, mich an die Tables zu setzen.
Ich merkte, dass ich innerlich voller Stress und extrem launisch war und es daher nur eine Frage der Zeit gewesen wäre, bis ich einen völligen blow up haben würde. Also brauchte ich ein Ventil, das mich wieder auf gleich bringen soll. Was lag näher als Sport? Laufen, etc. selber gibt mir original nichts, also versuchte ich es eine Zeit lang mit Kraftsport (in unserem Bau gibts nen eigenen Fitnessraum, also bot sich das an). Alleine machts irgendwie aber auch keinen wirklichen Spaß und noch weniger Spaß machts, an kaputten Geräten zu trainieren, weil irgendwelche (vmtl. jugendliche) Idioten Gefallen daran finden, Dinge zu ruinieren. Bewegung ansich gefällt mir, Kraftsport eigentlich auch, also zählte ich 1+1 zusammen (das kann ich gerade noch so…) und schrieb mich für Kampfsport ein. War wohl die beste Investition seit langer Zeit, da es a) höllisch viel Spaß macht, b) ich etwas für meinen Körper und Geist mache und ich c) schön Stress abbauen kann (auf so einen Boxsack einprügeln kann einfach alles).
Gut, ich könnt mir auch div. Chemiekeulen wie Ritalin, etc. reinschmeißen (wie es anscheinend wirklich einige Pokerspieler machen, wenn man den Foren Glauben schenken mag), aber ich denke, dass das im Longrun ziemlich sick -EV sein dürfte.
Wenn die Gelassenheit wiederkommt, kehre ich an die Grindertische zurück.
Bis dann,
(die baldige Austrokampfmaschine) Apeshit